Anatomie der Haustiere

Anatomie:

  • Grundlage der hochproduktiven Haltung und Züchtung von Haustieren.
  • Möglichkeiten zur Erhaltung von im Tierkörper ablaufenden Lebensvorgängen.
  • Bemerken von Veränderungen
  • Einflussnahme durch züchterische Maßnahmen
  • Unabdingbare Notwendigkeit zur Gewährleistung einer optimalen Haltung, Fütterung u. Leistung der Haustiere

 

Anatomie ( Lehre der Formen)

  • Morphologie-Lehre vom Bau des Körpers
  • Betrachtung der Lebewesen in Bezug auf Bau, Gestalt, Formengesetze und Entwicklung
  • Bau des Tierkörpers Sektion/Sezieren
  • Bau der einzelnen Teile Präparation
  • Ergänzung des Sektionsverfahrens durch weitere Hilfsmittel Röntgen/Ultraschall/CT

 

Es gibt 2 Teile der anatomischen Wissenschaft

  • Makroskopische Anatomie (sehen mit dem bloßen Auge)
  • Mikroskopische Anatomie

            Histologie als Teilgebiet der mikroskopischen Anatomie
            (Lehre vom Aufbau des Körpergewebes)

Makroskopische Anatomie

  • Deskriptive Anatomie (Beschreibung vom Bau)
  • Systematische Anatomie (Beschreibung vom System)
  • Topographische Anatomie (Lage der Körperteile)
  • Angewandte Anatomie (Praxis, Schlachtkörper)

Plastische Anatomie (krankhafte Veränderungen)

  • Vergleichende Anatomie (untersch. Rassen, Arten, Familien Individuen)
  • Pathologische Anatomie (krankhafte Veränderungen)

Deskriptive systematische Anatomie
Grundlage jedes Wissens u. Forschens
Teilgebiete

  • Phylogenese (Stammesgeschichte)
  • Ontogenese (Entwicklung des Einzelindividuums)
  • Embryologie (Entwicklung der Lebewesen) Teilgebiet der Orthogenese

Eigenschaften des Lebens
Aufbau und Speicherung von Informationen

  • Stoffaustausch und Wechsel
  • Steuerung u. Regelung der Körperfunktionen
  • Reizbarkeit u. Anpassungsfähigkeit
  • Fortpflanzung
  • Bewegung (auch innerhalb der Zelle)

Wachstum Regeneration Differenzierung

  • Vergrößerung der Komponenten
  • Zu-u. Abnahme der Komponenten
  • Vergrößerung des Zwischenraums zwischen den Komponenten
  • Zellwachstum
  • Wachstum der Organe u. des Gewebes
  • Wachstum und Formgebung

Regulation des Lebens

  • Neutral (Gehirn u. Nerven erfolgt schnell u. verstärkend)
  • Humoral (Hormondrüsen mit Hormonen chemisch gesteuert)
  • Molekular ( Zellstoffwechsel u. Enzyme genetisch festgelegt)

Alter Krankheit Tod
Alter

  • Verlust von Zelltypen
  • Einschränkung der Zellarbeit
  • Keine Erneuerung der Zellen

Krankheit

  • Fehlen von Lebenskraft
  • Abweichungen von der Norm
  • In seiner Freiheit eingegrenztes Leben

Tod

  • Agonie Todeskampf
  • Klinischer Tod Herzschlag
  • Biologischer Tod Zelltod

Organ (Organon)

  • Voll funktionsfähige Körper als untrennbare Einheit

Organe
Teile die gegenüber den anderen mehr oder weniger abgrenzbar und zu isolieren sind.

Kriterium für Organe

  • Besitzt bestimmte Form und Funktion
  • Zurückführung aller Organe auf die aufbauenden Zellen
  • Funktion des Organs ist die Summe der Funktion seiner Zellen

Gestörte Tätigkeit der Organe beruht in der Regel auf eine gestörte Tätigkeit der Zellen

Organe Gruppen

  • Primitivorgane embryonal
  • Sekundärorgane transitorische zeitweise (Eihäute, Nabelschnüre)
  • Rudimentär Schlüsselbein u. Griffelbein gibt es heute nicht mehr
  • Wechselorgane Funktionswechsel währen der Entwicklung
  • Hormonelle Organe gehen bei verschiedenen Teilen oder Geschlechtern aus der gleichen Anlage hervor z.B Eierstock
  • Analoge Organe Bildung aus verschiedenen Anlagen später aber gleiche Funktion z.B. Kiemen

 

Systeme – Apparate

Skeletsystem

Bewegungsapparat

Muskelsystem

Verdauungssystem

Eingeweidesystem

Atmungssystem

Harn u. Geschlechtssystem

Gefäßsystem

 

Sinnessystem

 

Nervensystem

 

Äußere Haut

 

Lagebezeichnung


Rücken

Dorsum

Wärts gelegen

Dorsal

Bauch

Venter

Wärts gelegen

Ventral

Schädel

Cranium

Wärts gelegen

Cranial

Schwanz

Cauda

Wärts gelegen

Caudal

Mund

Os

Wärts gelegen

Oral

Nasen

Nasus

Wärts gelegen

Nasal

Vom Munde weg

 

Gelegen

aboral

Zelle
Gewebe
Organe
Organismus

Gewebe und Zellen aus Monoplast
Binde u. Stützgewebe

  • Ortsansässige Zellen Fett Muskel Knorpel Knochengewebe
  • Freie Zellen weiße Blutkörperchen Mastzellen Histiozyten

Interzelluarsubstanz

  • Fasern kollagene retikuläre elastische
  • Ungeformte Grundsubstanz

Aus den hämapotogenischen Stammzellen bildet sich Chandropast
Chandrogewebe (Knorpel)

Knorpel

Elastisch beweglich nachgiebig
Reibungskoeffizient im Gelenk 0,02
40% Chondroitinsulfat
Keine Gefäße Ernährung durch Diffusion

Hyaliner Knorpel

  • Glasknorpel Kolloagenfibrillen Gelenke Luftröhre Nase Rippen

Faserknorpel

  • Kollagene fasern in Zugrichtung Menisken Zwischenwirbelscheiben Hufknorpel

Elastischer Knorpel

  • Bes.elast.Fasern

Knochengewebe
Druckbelastbarkeit 15 kp/mm² Zugfestigkeit 10 kp
46% anorgan. 22% organische Substanz 32% Wasser

Mineralstoffe
Ca=85%      Ca2PO4
P =10%      Ca2 (Co3)2
MG=1, 5%   Mg2PO4

Viel Fett besonders im Alter Hydroxylapatikristalle
Knochenanteil im Schlachtkörper 14-24% Schwein Bulle
Knochenmehl-Seife
Klauenöl-Leim

Knochenbildung
Schaft-Diaphyse
2 Endstücke= Epiphysen-fugenscheibe
Apophysen= Fortsätze mit eigenen Knochenkrnen

1.desmale ausgehend vom Bindegewebe Kopfknochen
2.chondale ausgehend von hyalinen Knorpel Längenwachstum

a. perichondale  Ontogenese Dickenwachstum
Protoplasten Stammzellen
Osteoplastik Knochenzellen bilden Osteoid:Fibrillen Grundsubstanz im Knochen

b. enchondale Osteogene Längenwachstum
Zellteilung im Epiphysenknorpel
Knochenbälkchen im Knorpel prim. Spongiosa nur im Gelenk Knochenenden bleibt Knorpel erhalten
Fugen schließen sich nach Ende des Wachstums
Hund ausgewachsen nach 2 Jahre
Schwein 2 ½ Jahre
Wiederkäuer 4-5 Jahre

 

Der Knochen unterteilt sich in Zonen

(Knochentwicklung aus Hyalinen Knorpel)

Verkalkungszone
Gefäße in der Mitte des Knochens
Epiphyse (Knochenscheibe Endstücke)
Wachstumszone (Metaphyse) Epiphysenfuge